Kameratypen - Welche Kamera passt zu mir?

Von Jan-Ole Schmidt - Mi, 02.10.2019 - 12:00
Verschiedene Kameratypen und Kameraarten, welche passt zu Ihnen?

Wenn Sie eine neue Kamera kaufen möchten, stehen Sie vor der Qual der Wahl und im Dschungel vielfältiger Angebote, Produkte und Zubehöre für unterschiedliche Kameratypen. Damit Sie den Überblick behalten, hat unser Fotografie-Experte Jan-Ole Schmidt hat für Sie eine praktische Übersicht verschiedener Kameratypen zusammengestellt und berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Kameraarten. Finden Sie endlich die Kamera, die perfekt zu Ihren Ansprüchen und in Ihr Budget passt!

 

Es gibt nicht die eine Kamera, die alle Ansprüche von Fotografen erfüllen kann. Es können mehrere Modelle sein, je nach Projekt oder Ihren Ambitionen. Einen flexiblen Kompromiss zu mehreren Kameras für unterschiedliche Zwecke bilden Systemkameras mit Wechselobjektiven. Sie heißen auch Wechselobjektivkameras und lassen sich für verschiedene Einsatzzwecke umrüsten.

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Welche Kameratypen gibt es und welche Vorteile haben sie?

Grundsätzlich gibt es Überschneidungen in Technik, Bezeichnungen und Funktionen einzelner Kameras. Die Klassen der jeweiligen Kameraarten lassen sich noch weiter auffächern. Grob können Sie sich aber an folgenden Kategorien für Kameratypen orientieren:

  • Smartphonekameras
  • Kompaktkameras
  • Superzoom- bzw. Bridgekameras
  • Einsteiger-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos)
  • Semipro-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos)
  • Profi-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos)
  • Spezialkameras wie Sofortbildkameras und Drohnen

 

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Kameratypen: Smartphonekameras

Mit dem Smartphone erste Erfahrungen mit Kameratypen sammeln.© Unsplash

Mittlerweile sind viele Smartphones mit technisch weit fortgeschrittenen Kameras ausgestattet. In den oberen Preissegmenten oft sogar mit mehreren Kameras, die verschiedene Brennweiten, also Zoom-Stufen erzielen oder aus denen die Einzelfotos verrechnet werden, um eine höhere Bildqualität zu erzeugen. Apple, Samsung, Huawei, LG und einige weitere Hersteller liefern sich ein regelrechtes Wettrennen.

Bei allem technischen Fortschritt liegt der Nachteil der Smartphone-Kameras bei der Sensorgröße. Die Bildqualität bei jeder Kamera nimmt bei einer bestimmten Auflösung (z. B. 18 Megapixel) mit steigender Sensorgröße zu. Die einzelnen Sensorpixel sind größer und dadurch weniger anfällig für Bildrauschen. Sie nehmen also Farben, Helligkeit und Details präziser auf. Das Prinzip gilt auch umgekehrt: Kleine Bildsensoren liefern bei gleicher Auflösung tendenziell eine schwächere Bildqualität. Vor allem durch die nötigen kamerainternen Rauschkorrekturen gehen feine Bilddetails verloren. Das fällt besonders bei Smartphonekameras auf, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind oder wenn Sie die Fotos in etwas größerem Format drucken oder ausbelichten möchten. 

Smartphones liefern bei gutem Licht und moderaten Bildgrößen brauchbare qualitative Ergebnisse, stoßen bei Dunkelheit zum Beispiel aber schnell an ihre Grenzen.

Der große Vorteil der Smartphone-Kameras ist ihre ständige Einsatzbereitschaft, da Sie diese immer dabei haben, sowie gute integrierte Editierfunktionen und Apps zum Bearbeiten der Bilder. Sie möchten gerne wissen, welche das sind? Lesen Sie unsere Tipps für die besten Bildbearbeitungsprogramme - auch fürs Smartphone!

Auch mit niedriger Bildqualität können Sie ein kleines Fotobuch erstellen oder einen Moment auf einer Fotoleinwand im kleinen Format festhalten. Selbst hochwertige Bildserien in kleineren Formaten z. B. als Foto im Passepartout-Rahmen sind möglich und sehen edel aus.

Für Einsteiger sowie Fortgeschrittene sind Smartphones eine reizvolle Einschränkung auf das Wesentliche und können Ihrem Fotoprojekt einen Rahmen geben. Schärfen Sie Ihren Blick für Bildkomposition, Farben, Strukturen, Motive und Storytelling, bevor Sie sich an die teure Profi-Ausrüstung wagen!

Experten-Tipp von Jan-Ole Schmidt: Smartphones eignen sich hervorragend für die Streetfotografie. Unauffällig und im Taschenformat können die ständigen Begleiter selbst für beeindruckende Fotoabzüge im Format 45 x 30 cm sorgen. 

 

Für Einsteiger geeeignet: Smartphonekameras
© Samsung | Galaxy S10 in Aktion

 Vorteile Smartphonekameras

  • ständige Innovationen
  • klein, leicht und handlich
  • immer dabei
  • praktische integrierte Editierfunktionen
  • kleine Formate für Drucke durchaus reizvoll
  • perfekter Einstieg zum Fotografieren

 

 Nachteile Smartphonekameras

  • relativ kleiner Sensor = mäßige Bildqualität
  • eher ungeeignet für Aufnahmen bei wenig Licht
  • sehr große Drucke oder Ausbelichtung nicht möglich

 

Beispiele für hochwertige Smartphone-Kameras

  • Apple iPhone XS
  • Huawei P30 Pro
  • Samsung Galaxy S10

 

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Kameratypen: Kompaktkameras und Edelkompakte

Perfekter Kameraytyp für einen Städtetrip: Die Kompaktkamera.© Unsplash

Vor allem als praktische, leicht zu transportierende Reisekameras haben sich die Kompakten einen Namen gemacht.
Smartphonekameras und kompakte spiegellose Systemkameras mit Wechselobjektiven werden jedoch immer populärer und machen den Kompaktkameras den Markt streitig.

Im Gegensatz zu Systemkameras haben Kompaktkameras ein fest verbautes Objektiv. Das ist häufig ein Zoom-Objektiv. 
Die Bildqualität ist dabei, abgesehen von sehr günstigen Modellen, über der von Smartphones anzusiedeln. Die Möglichkeiten der individuellen Aufnahmesteuerung sind hingegen begrenzt. Der Fokus liegt eher auf automatischer Belichtung und Motivprogrammen, die den Fotos ein bestimmtes Aussehen verleihen. 

Festbrennweiten, also Kameraobjektive ohne Zoom, sind bei den Kompaktkameras eher selten, einige Modelle sind aber erhältlich. Diese heißen Edelkompakte und bilden eine eigene Unterkategorie. Sie stechen etwas heraus, da sie oft durch vergleichsweise große Bildsensoren eine höhere Bildqualität bieten – aber auch für Kompaktkameras relativ hochpreisig sein können. Die Brennweite ist meist im Bereich von 28 mm bis 35 mm angesiedelt. Wenn Sie eine möglichst hohe Bildqualität bei gleichzeitig sehr kompakter Bauweise suchen, ist diese Kameragruppe eine geeignete Wahl für Sie. Gerade bei Street-Fotografen sind diese Kameras beliebt. Auch großformatige Foto-Abzüge oder Fotokalender sind hiermit in bester Qualität möglich.

Experten-Erfahrung Streetfotografie mit Kompaktkameras: Der relativ große Bildsensor bei einer Kompaktkamera mit Festbrennweite erlaubt höhere ISO-Werte ohne allzu störendes Bildrauschen. Damit sind Sie für wechselnde Lichtverhältnisse im Freien gewappnet. Die kompakte Größe erlaubt die einfache Mitnahme und mit kurzer Belichtungszeit können Sie auch bei wenig Licht spontan aus der bewegten Situation scharfe Aufnahmen machen. Für Jan-Ole Schmidt war die Kompaktkamera der perfekte Einstieg in die Fotografie. Wegen der einfachen Bedienung konnte er sich auf den Spaß der Motivsuche konzentrieren. Bald folgte dann eine qualitativ höherwertige Kamera: Eine Bridgekamera.

 

Kamerytp der kompakten Art: Die Canon Powershot G9.
 © Canon |  PowerShot G9 X Mark II

 Vorteile Kompaktkameras

  • leicht zu transportierende Reisekameras
  • handlich und benutzerfreundlich
  • Bildqualität besser als bei Smartphones
  • Bildqualität bei Edelkompakten großen Sensoren und hochwertigen Optiken noch höher
  • geeignet für Streetfotografie

 

Nachteile Kompaktkameras

  • wenig individuelle Aufnahmesteuerung
  • oft Beschränkung auf automatische Belichtung und Motivprogramme
  • Edelkompakte relativ hochpreisig

 

Beispiele für Kompaktkameras

  • Sony Cyber-shot DSC-RX100 VI
  • Panasonic Lumix DC-TZ202
  • Canon PowerShot G9 X Mark II
  • Nikon Coolpix A900

 

Beispiele für Edelkompakte

  • Ricoh GR III
  • Fujifilm XF10
  • Fujifilm X100F
  • Leica Q2

 

Die Leica Q2 gehört zu den Edelkompakten Kameratypen. © Leica Camera AG |  Leica Q2

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Kameratypen: Bridgekameras und Superzoomkameras

Diese Gruppe der Kameras sind in der Regel etwas größer als Kompaktkameras. Optisch und in der Größe ähneln sie selbst kleineren Spiegelreflexkameras. Dadurch liegen sie besser in der Hand und bieten viel mehr Möglichkeiten, die Aufnahmeeinstellungen direkt anzupassen, ohne den Umweg über das Software-Menü. Je nach Variante ist das Objektiv sogar mit Zoom- und Fokusring ausgestattet, sodass ein echtes Systemkamera-Gefühl entsteht. Ansonsten gibt es eine Zoomwippe, die das Ein- und Auszoomen steuert, wie bei einer Kompaktkamera. Hinzu kommen ein vergleichsweise großer Bildsensor und die Möglichkeit, die Fotos im RAW-Format aufzunehmen. Dadurch können Sie auch relativ große Formate, z. B. als echter Foto-Abzug auf Dibond in hoher Qualität realisieren. 

Für gehobene Fotografieansprüche sind Bridgekameras geeignet. Achten Sie aber auf die Bildqualität! Mitunter werden in günstigen Varianten schlechtere Bildsensoren verbaut. Die enormen Zoombereiche (50facher Zoom und mehr) sind der Abbildungsqualität nicht zuträglich. Es hilft, Tests und Erfahrungsberichte zu lesen. Sie können in dieser Kameraklasse einen guten Kompromiss finden aus Bildqualität und Größe bzw. Gewicht der Kamera-Ausrüstung. Zusätzliches Equipment wie Stative oder kleine Kamerarucksäcke können Sie bei einem Umstieg auf eine Wechselobjektivkamera oft weiterhin benutzen.

Erfahrungsbericht: Gerade im Umgang mit seiner Bridgekamera hat Jan-Ole Schmidt viel gelernt, was ihn auf die Arbeit mit der Spiegelreflexkamera vorbereitet hat. Der RAW-Entwicklungsworkflow zum Beispiel. Das geringe Gewicht und die Flexibilität der Ausrüstung sind immer ein absolutes Plus für ihn gewesen.

 

Bridgekameras wie die Canon Powershot G3 sind beliebte Kameratypen © Canon | PowerShot G3 X 

Vorteile Bridgekameras

  • Hochwertige Haptik und Bedienbarkeit
  • relativ geringes Gewicht und hohe Flexibilität
  • Aufnahmeeinstellungen direkt anpassbar, ohne Umweg über Menü
  • Modelle erhältlich mit Zoom- und Fokusring 
  • große Bandbreite an Modellen mit unterschiedlichen Funktionen
  • großer Bildsensor
  • Aufnahmen im RAW-Format möglich
  • weiteres Equipment oft kompatibel mit anderen Systemkameras

 

Nachteile Bridgekameras

  • Unterschiede in Qualität Bildsensor
  • große Zoombereiche Bildqualität abträglich

 

Beispiele für Bridgekameras

  • Panasonic Lumix DMC-FZ2000
  • Sony Cyber-shot DSC-RX10M2
  • Canon PowerShot G3 X
  • Nikon Coolpix P1000

 

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Exkurs Fotosensoren: Vollformat- , APS-C und MicroFourThirds-Sensoren

Einer der zentralen Punkte bei der Kamerawahl ist die Bildqualität, die neben den genutzten Objektiven maßgeblich vom Bildsensor abhängt. Es stellt sich also in den meisten Fällen die Frage, ob die Wahl auf einen Vollformatsensor oder einen kleineren APS-C oder MicroFourThirds-Sensor fällt. Das Optimum an Bildqualität unter den genannten Optionen liefert das Vollformat. Die reine Größe des Sensors verschafft ihm hier Vorteile. Kleinere, aber moderne Sensoren liefern ebenfalls sehr hochwertige Ergebnisse und der Unterschied wird vor allem durch Ausschnitte oder große Formate bei Druck oder Ausbelichtung sichtbar. Die Qualität der Fotos hängt am Ende auch stark vom Objektiv ab, was vor allem beim Vollformat die höheren Kosten verursacht. Unterm Strich liefern Vollformatsensoren höhere Qualität mit deutlichen Reserven, also für Beschnitt (Vergrößerungen) und mehr Flexibilität in der RAW-Entwicklung. Auch spezialisierte Kameras mit möglichst hoher Auflösung (z. B. Nikon Z7) oder besonders guten Lowlight-Eigenschaften (z. B. Sony Alpha 7IIS) gibt es. 

Wenn Sie vor der Wahl stehen zwischen Vollformat und kleineren Sensoren, beachten Sie die Brennweiten. Vollformatsensoren liefern genau die Brennweite, die angegeben ist, da diese immer auf das Vollformat bezogen ist. Ein 50 mm Objektiv hat auch eine effektive Brennweite von 50 mm. Kleinere Sensoren verlängern die Brennweite, da sie nur einen Ausschnitt des Vollformates nutzen. Deshalb gilt für sie ein sogenannter Crop-Faktor (auch Verlängerungsfaktor oder Formatfaktor genannt) mit dem die Brennweite multipliziert werden muss. Bei Nikon, Sony und einigen anderen Herstellern ist dieser z. B. 1,5 und bei Canon beträgt er 1,6. Das bedeutet, dass das genannte 50 mm Objektiv bei APS-C Sensoren von Nikon oder Sony wie ein 75 mm Objektiv wirkt und bei Canon wie ein Objektiv mit 80 mm Brennweite. Bei den noch kleineren MircoFourThirds-Sensoren z. B. von Panasonic liegt der Faktor bei 2,0. Aus dem 50 mm Objektiv wird also eine effektive Brennweite von 100 mm. Das hat zur Folge, dass Weitwinkelobjektive einen Teil ihres Blickwinkels verlieren. Im Gegenzug aber Teleobjektive eine deutlich höhere Brennweite erreichen. Auch diese Überlegung kann bei Ihrer Entscheidung einen Einfluss haben.

Wenn Ihnen ein Bokeh wichtig ist, also die sichtbare Tiefenunschärfe, dann sind große Sensoren im Vorteil. 
Mittelformatkameras z. B. von Fujifilm, Pentax, Hasselblad, Leica oder Phase One sind trotz des Namens, größer als Vollformatsensoren. Die Preise für diese Kameras und auch für die passenden Objektive liegen deutlich über denen von etablierten Profikameras von Canon, Sony, Nikon und Co.

Kameratyp: Systemkamera ohne Objektiv. Der Sensor ist sichtbar.© Nikon | Der Sensor  ist blau dargestellt.

Übersicht Sensorgrößen und Crop-Faktoren in Bezug auf das Vollformat in Kameras mit Wechselobjektiven

Sensor-Typ Sensor-
Abmessungen
 
Crop-Faktor
Effektive Brennweite
eines 50 mm Objektivs
 
MicroFourThirds 17,3 x 13,0 mm 2,0 100 mm
APS-C (Canon)
22,3 x 14,9 mm
 
1,6 80 mm
APS-C (andere Hersteller) 23,7 x 15,6 mm 1,5 75 mm
Vollformat 36,0 x 24,0 mm 1,0 50 mm

 

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Kameratypen: Einsteiger-Systemkameras

Die Übergänge zwischen Einsteigerkameras und professionellen Modellen sind fließend. Unterschiede liegen oft darin, dass bestimmte Funktionen nicht vorhanden oder tiefer im Menü verborgen sind. Preisunterschiede machen sich bemerkbar an der Reaktionsschnelligkeit und der Verarbeitung. Bestimmte Profi-Features wie ein kleines Display auf der Kameraschulter oder ein zweiter Speicherkartenslot fehlen. Nicht zuletzt sind hier in der Regel etwas kleinere Sensoren im APS-C (Canon, Nikon, Sony) oder MicroFourThirds-Format (Panasonic) verbaut und keine Vollformatsensoren. Auch mit diesen Kameras können Sie hochwertige Fotos erstellen. Lediglich das Maximum an Qualität, Komfort und Performance, das aktuell technisch möglich ist, erreichen Sie damit nicht. Um sich aber budget-freundlich den Wechselobjektivkameras und Ihren fotografischen Ambitionen zu nähern, sind diese Kameras sehr geeignet.

Einsteiger-Systemkamera. Ein Kameratyp, um Wechselobjektive kennen zu lernen.© FUJI-Film  | X-T100

Rahmungen und Kaschierungen bis zu mittelgroßen Formaten sind mit dieser Kameragruppe kein Problem - beispielsweise als Foto-Druck auf Alu-Dibond oder als Foto im Holz-Rahmen.

In einem sogenannten Kit sind die Kamera und ein Objektiv enthalten, das den meistgenutzten Brennweitenbereich abdeckt. Dieser liegt klassisch in etwa zwischen 24 mm und 70 mm bezogen auf Vollformatsensoren. Da Sie bei kleineren Sensoren die Brennweite umrechnen müssen, kommt z. B. für APS-C Sensoren oft ein Brennweitenbereich von 18 mm bis 55 mm, 16 mm bis 50 mm oder ein ähnlicher Bereich vor. Bei MicroFourThirds-Sensoren entspricht dies einem Brennweitenbereich von 12 bis 35 mm. Für die ersten Schritte reichen diese angebotenen Kit-Objektive aus, solange Sie noch keine spezifischen Vorstellungen haben. So lernen Sie mit der Zeit Ihre Gewohnheiten und Präferenzen kennen und können dann nach einiger Zeit gezielt mit dem nächsten Objektivkauf beschäftigen.

Sehr kompakte Kameras in diesem Bereich bietet z. B. Sony mit der Alpha 5000er bzw. Alpha 6000er Serie oder auch Canon mit den EOS M Modellen an. Diese sind nur wenig größer als eine Kompaktkamera und finden je nach Objektiv in jeder Tasche oder Rucksack Platz. Sie benötigen also keinen speziellen Kamerarucksack. Die Objektivauswahl ist ausreichend und bei Sony können Sie für besondere Anforderungen auch Objektive von den hochwertigen Vollformatkameras ohne Adapter nutzen. Mit entsprechendem Adapter geht dies bei anderen Herstellern auch.

Es gibt Einsteiger-Systemkameras auch mit Spiegelreflextechnik. Gerade in den vergangenen Jahren sind die Preise deutlich gesunken. Im Wesentlichen teilen sich in dieser Kategorie Canon und Nikon den Markt. Sie haben für Spiegelreflexkameras relativ kleine und leichte Gehäuse, sind aber deutlich größer als die spiegellosen Pendants. Vorteile sind das etwas „griffigere“ Handling, weil sie nicht ganz so kleinteilig gebaut sind und die aktuell noch bessere Auswahl an Wechseloptiken, nicht zuletzt von Fremdherstellern wie Sigma, Tamron, Tokina, Samyang/Walimex und weiteren. Zusätzlich ist hier im Gegensatz zu professionellen Modellen oft ein Blitz integriert.

Jan-Ole Schmidt: “Ich selbst nutze eine kompakte Systemkamera, wenn ich nicht viel Equipment mitnehmen möchte. Mit hochwertigen Objektiven, z. B. auch Festbrennweiten, lassen sich aussagekräftige fotografische Ergebnisse erzielen.“

 

Vorteile Einsteiger-Systemkameras

  • geeignet zum Herantasten und Umgang erlernen mit Objektiven
  • Bildqualität ausreichend für Drucke im mittelgroßen Format
  • wahlweise komplettes Kit mit Kamera und Objektiv verfügbar
  • kompakte Modelle vorhanden
  • genügend Objektivauswahl, z.T. ohne Adapter kompatibel mit Vollformatobjektiven
  • Aufnahmen im RAW-Format möglich
  • auch Spiegelreflexmodelle mit noch mehr Wechseloptiken
  • z.T. integrierter Blitz

 

Nachteile Einsteiger-Systemkameras

  • bestimmte Funktionen nicht vorhanden oder verborgen
  • kein kleines Display auf der Kameraschulter oder zweiter Speicherkartenslot 
  • keine Vollformatsensoren
  • Qualität, Komfort und Performance nicht auf technischem Optimum

 

Beispiele für Einsteiger-Systemkameras

  • Sony Alpha 5100
  • Canon EOS M100
  • Canon EOS 2000D
  • Fujifilm X-T100
  • Nikon D5300
  • Panasonic Lumix GMC-70KA

 

Kameratyp: Systemkamera. Bei der Sony Alpha 5100 ist das Objektiv wechselbar. © Sony | Alpha 5100

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Exkurs Systemkameras: Der Unterschied zwischen Spiegelreflexkamera („DSLR“) und spiegellosen Systemkameras („DSLM“)

Der Begriff Systemkamera beschreibt all die Kameras, deren Objektive wechselbar sind. Es handelt sich also um ein System aus Kameras und Objektiven, die sich kombinieren lassen. Das können Spiegelreflexkameras sein, und zunehmend auch spiegellose Kameras. Der Unterschied besteht darin, dass in der einen Variante ein Spiegel zwischen Objektiv und Sensor verbaut ist, und in der anderen Variante nicht. Dieser Spiegel hat auf das, was der Bildsensor aufnimmt, keinen Einfluss. Vielmehr liegt der Unterschied darin, wie der Fotograf (und auch die Kamera) das Sucherbild vor der eigentlichen Aufnahme sieht. Bei der Spiegelreflexkamera erfolgt der Lichteinfall durch das Objektiv über den Spiegel und ein Prisma direkt in das Auge des Fotografen. Sie schauen also über zwei Ecken direkt durch das Objektiv. Die spiegellosen Wechselobjektivkameras verzichten auf den Spiegel und auch das Prisma. Sie schauen also im Sucher nicht direkt durch das Objektiv. Stattdessen verläuft der Lichteinfall durch das Objekt direkt auf den Bildsensor. Im Sucher schauen Sie dann entsprechend auch nicht durch das Objektiv, sondern auf einen kleinen Bildschirm, der im Sucher eingebaut ist. Auf diesem wird das, was der Bildsensor durch das Objektiv sieht, angezeigt. Der Fotograf schaut also indirekt durch das Objektiv mit dem „Umweg“ über Bildsensor und Monitor im Sucher.

Systemkameras gibt es als Spiegelreflexkameras und als spiegellose Kameratypen.© Unsplash

Vorteile Spiegelreflexkameras

  • Spiegelreflexkameras (DSLRs) verbrauchen deutlich weniger Strom, da sie den Bildsensor und den elektronischen Sucher nicht permanent mit Strom versorgen müssen. Die Akkus halten spürbar länger.
  • Spiegelreflexkameras (DSLRs) vermitteln teilweise einen als direkter empfundenen Bildeindruck im Sucherbild. Das gilt vor allem, wenn Sie diesen direkten Lichteinfall schon über längere Zeit gewohnt sind.
  • Für Spiegelreflexkameras gibt es (noch) eine größere Auswahl an Objektiven und einen deutlich größeren Gebrauchtmarkt. Ebenso ist das Angebot an Objektiven von Fremdherstellern breiter.

 

Vorteile spiegellose Systemkameras

  • Spiegellose Systemkameras sind kompakter und leichter. Das gilt für das Kameragehäuse und auch für die passenden Objektive. Sie reichen von der Größer einer größeren Kompaktkamera bis hin zur der einer kleinen Spiegelreflexkamera.
  • Der elektronische Sucher der spiegellosen Systemkameras ist näher an dem, was der Bildsensor tatsächlich aufzeichnet. Zusätzlich können hilfreiche Zusatzinformationen und Bildeffekte direkt angezeigt werden.
  • Für die manuelle Fokussierung bieten spiegellose Systemkameras eine Bildvergrößerung im Sucher an, sodass die Steuerung einfacher und präziser möglich ist.
  • Per Adapter lässt sich bei spiegellosen Systemkameras auch auf das größere Objektivsortiment der Spiegelreflexkameras zurückgreifen. Dabei geht allerdings der Vorteil der Kompaktheit zumindest zum Teil verloren.

 

Beide Systeme unterscheiden sich nicht in der Bildqualität. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es egal, ob vor dem Auslösen ein Spiegel vor dem Bildsensor war oder nicht. Die Unterscheidungskriterien sind andere: Größe und Gewicht sprechen für die spiegellosen Systemkameras, Objektivauswahl und Akkulaufzeit sprechen für Spiegelreflexkameras. Das „Gefühl“ durch einen optischen oder elektronischen Sucher zu schauen ist unterschiedlich, da entscheidet neben den oben genannten Kriterien vor allem die persönliche Präferenz. Probieren Sie beide Systeme einmal aus!

Momentan treiben Hersteller die Weiterentwicklung der vergleichsweise neuen spiegellosen Systemkameras voran. Das bedeutet nicht, dass die Spiegelreflexkameras veraltet sind. Auch hier kommen neue Modelle nebst Objektiven auf den Markt.

 

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Kameratypen: Semipro-Systemkameras

Professionelle Fotografen haben hohe Ansprüche an ihre Kameratypen.© Unsplash

Die Bedienung der Semipro-Systemkameras ist sorgfältig durchdacht und bringt die wichtigsten Funktionen im direkten Zugriff per Taste auf das Kameragehäuse. Effizienz und Schnelligkeit bei der Veränderung von Einstellungen und Aufnahmemodi sind hier wichtig. Hinzu kommt bei vielen Modellen ein Display oben auf der Kameraschulter, das die wichtigsten Einstellungen zur Belichtung anzeigt und eine aktivierbare Beleuchtung mitbringt. Das trägt zur komfortablen Bedienbarkeit bei, auch bei vielen unterschiedlichen Belichtungseinstellungen. Die Orientierung an den Profikameras ist hier erkennbar. Wenn Sie sich an Ihre Kamera gewöhnt haben, werden Sie einige Einstellungen sogar ohne Hinzuschauen bzw. während Sie durch den Sucher schauen, vornehmen können. 

Die Bildqualität ist je nach Modell sehr hoch, die verbauten Sensoren sind modern, es gibt aber durchaus Unterschiede. Das gilt für Vollformatmodelle, aber auch für diejenigen mit kleineren Sensoren in dieser Kameraklasse. Für hochwertige Prints und Abzüge, sowie auch zum Beispiel großformatige Abzüge unter Acrylas reichen diese Kameras in der Regel aus. Die Entscheidung für die Sensorgröße sollten Sie bewusst fällen, da sie einen relevanten Einfluss auf die Kamerafunktion hat. Mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Vollformat- vs. APS-C und MicroFourThirds-Sensoren“.
Je nach Modell erhöht sich die Robustheit gegen Stöße, Staub und Nässe in dieser Kameraklasse. Sind sie oft draußen in der Natur mit Ihrer Kamera unterwegs, kann sich eine gute Abdichtung des Gehäuses auszahlen. In der Stadt oder im Studio ist dies eher unwichtig und sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium beim Kamerakauf darstellen.

Semipro-Kameratypen orientieren sich an den professionellen Kameras.
© Nikon  |  D7500

Vorteile Semipro-Systemkameras

  • durchdachte Bedienung
  • effizient und schnell
  • oft Display oben auf der  Kameraschulter
  • sehr hohe Bildqualität
  • je nach Modell robuste Bauweise, geeignet für Outdoor

 

Nachteile Semipro-Systemkameras

  • Sensor ganz bewusst auswählen, kann große Unterschiede ergeben
  • Preise für Einsteiger relativ hoch

 

Beispiele für Semipro-Systemkameras

  • Canon EOS 90D
  • Canon EOS R
  • Nikon D7500
  • Sony Alpha 6600
  • Sony Alpha 7 III
  • Panasonic Lumix DC-G9EG
  • Fujifilm X-T30

 

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Kameratypen: Profi-Systemkameras

Kameratypen, die als Semipro gelten, haben viele durchdachte Funktionen.© Unsplash

Ähnlich wie bei den semiprofessionellen Systemkameras, fällt bei den Profi-Wechselobjektivkameras das Bedienkonzept stark ins Gewicht. Direkte Erreichbarkeit von Einstellungen und eine durchdachte Ergonomie gehören in dieser Kameraklasse zum Standard. Diese Kameras sind Arbeitsgeräte und müssen den Fotografen maximal unterstützen, indem sie so effizient wie möglich zu bedienen sind.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Bildqualität. Hier erwarten Fotografen zu Recht das aktuell mögliche Maximum. Erreicht wird dies durch hochmoderne, in der Regel große Bildsensoren sowie die neuesten Bildprozessoren und eine aktuelle Kamera-Software. Die Auflösung reicht bis über 40 Megapixel, was Detailreichtum und genug Flexibilität für den Beschnitt ermöglicht. Alternativ ist vor allem das Rauschverhalten gerade bei weniger hohen Auflösungen auch bei Lowlight-Aufnahmen vorbildlich. In allen Fällen bietet das beste Voraussetzung für Highend-Prints wie z. B. den ultraHD-Abzug unter Acrylglas in Formaten bis zu beeindruckenden 290x180cm. Auch Fotobücher, die im Großformat zu echten Bildbänden werden, sind eine wunderbare Möglichkeit.

Ein weiterer Vorteil in dieser Kameraklasse sind die robusten Gehäuse mit sehr gutem Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Das hilft vor allem in rauen Umgebungen und bei turbulenten Shootings. So werden Sie nicht von der Sorge um Ihre Ausrüstung beim Fotografieren abgelenkt. 

Sollten Sie eine zweite Speicherkarte parallel nutzen möchten, zum Beispiel für Hochzeitsfotografie, bei der ein Datenverlust unverzeihlich ist, finden Sie Modelle unter den Profi-Systemkameras bei denen dies möglich ist.
Spiegellose Systemkameras sind für Serienbildaufnahmen technisch bedingt so stark im Vorteil, dass sie selbst bei günstigeren Modellen bereits sehr hohe Serienbildraten bieten. Sollte das für Sie entscheidend sein, müssen sie nicht unbedingt im hochpreisigen Profibereich schauen.

Vor allem Vollformat-Spiegelreflexkameras sind groß und schwer. Hinzu kommt, dass die nötigen Objektive ebenfalls im Schnitt größer und schwerer sind als diejenigen für kleinere Sensoren. Das macht sich natürlich vor allem beim Transport negativ bemerkbar. Hier spielen die spiegellosen Vollformatkameras (z.B. Canon EOS R, Nikon Z6 oder Sony Alpha 7III) ihre Vorteile aus. Sie sind leichter und kompakter und auch die passenden Objektive sind entsprechend kleiner konstruiert. Dies kann den Ausschlag geben, wenn Sie Ihre Ausrüstung oft transportieren müssen.  

Entscheidungshilfe von Jan-Ole Schmidt: Lassen Sie sich Zeit bei der Anschaffung einer teuren Kamera. Neben technischer Ausstattung wie Vollformatsensor oder Spiegel entscheiden oft Ihre “Sympathie” für Handling, Passform und Bedienung, wenn Sie die Kamera ausprobieren.

 

Mit einem Stativ machen Sie bei jedem Kameratyp professionelle Bilder.

Vorteile Profi-Systemkameras

  • schnelle, effiziente Bedienung
  • hochmoderne Bildsensoren
  • große Auflösung für Details und Beschnitt
  • perfekte Bildqualität
  • geringes Bildrauschen auch bei wenig Licht
  • großformatige Highend-Prints möglich
  • robuste Gehäuse
  • oft zwei Speicherkartenslots

 

Nachteile Profi-Systemkameras

  • Vollformat-Spiegelreflexkameras groß und schwer
  • Transport kann mühsam sein
  • Spiegellose Systemkameras für gleiche Geschwindigkeit bei Serienaufnahmen günstiger
  • hochpreisig

 

Beispiele für  Profi-Systemkameras

  • Canon EOS 1D X Mark II
  • Canon EOS 5D Mark IV
  • Nikon D5
  • Nikon Z7
  • Sony Alpha 7R IV
  • Panasonic Lumix S1R

 

Professionelle Kameraytpen haben durchdachte Details und hochwertige Optiken.© Canon  |  EOS 1D X Mark II

     

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    Kameratypen, Preise und Vorteile in der Übersicht

    Kameraklasse Preisbereich Vorteile
    Smartphone 300€ bis 
    • Hat man meistens dabei
    • Kreative Bildbearbeitung direkt im Smartphone
    • Gute Qualität für kleinere Printformate
    Kompaktkamera 250€ bis 800€
    • Kompakte Maße, leicht zu transportieren
    • Vergleichsweise kostengünstig
    • Gerade auch für den Einstieg gut geeignet
    Superzoom- bzw. Bridgekamera 300€ bis 1.000€
    • Noch relativ klein und leicht
    • Handling gegenüber Kompaktkameras verbessert
    • Gute Möglichkeit für Einstieg oder Weiterentwicklung
    Einsteiger-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos) 400€ bis 1.000€
    • Flexibilität durch Wechselobjektive
    • Moderate Maße und Gewicht
    • Vergleichsweise geringe Kosten
    • Gute bis sehr gute Bildqualität auch bei vergleichsweise günstigen Modellen
    • Geeignet auch als Basis für Objektivkäufe und späteres Kamera-Upgrade
    Semipro-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos 1.000€ bis 2.000€
    • Flexibilität durch Wechselobjektive
    • Sehr gute Bildqualität, nicht zuletzt durch Vollformatmodelle
    • Weiter verbesserte Bedienung und Geschwindigkeit
    • Erhöhter Schutz der Kameras vor Staub und Feuchtigkeit
    Profi-Systemkameras (Spiegelreflex oder spiegellos) 2.000€ bis 50.000€
    • Flexibilität durch Wechselobjektive
    • Sehr hohe Bildqualität auf dem neuesten Stand der Technik
    • Durchdachtes, effizientes Bedienkonzept
    • Sehr hohe Geschwindigkeiten
    • Robuste Gehäuse, geschützt vor Staub und Feuchtigkeit

     

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    Exkurs Kameratypen:  Sofortbild, Mittelformat, Quadrocopter

    Auf Flohmärkten zu haben: Kameratypen wie Sofortbildkameras.
    © Unsplash

    Sofortbildkameras

    Gerade in den letzten Jahren finden Fotografiebegeisterte wieder Gefallen an Sofortbildkameras. Die bekannteste Marke ist Polaroid. Aber auch andere Hersteller wie Fujifilm mit der Instax-Reihe oder Kodaks Printomatic setzen vermehrt auf die beliebten Analogkameras. Das Prinzip des Sofortbildes funktioniert immer ähnlich: Nach dem Auslösen werden im Kameragehäuse binnen Sekunden lichtempfindliche Fotopapiere belichtet. Diese befinden sich meist in Fotokassetten. Innerhalb weniger Minuten entwickelt sich das Foto dank chemischer Reaktionen außerhalb des Gehäuses aus. Nachdem Polaroid die Produktion neuer Kameras 2007 zunächst einstellte, können Sie seit 2010 wieder Kameras und Filme kaufen. Viele Kunstschaffende benutzen Polaroids als Erweiterung der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten mit Fotografie. Der berühmteste Polaroid-Fotograf ist wohl Andy Warhol.
    Der Spaßfaktor ist für viele Hobbyfotografen ausschlaggebend. Ein komplett foto-chemisch entwickeltes Bild innerhalb weniger Minuten geht nur mit solch einer Kamera. Abzüge in bester Qualität in hoher Auflösung erreichen Sie damit aber nicht. 

    Mittelformatkameras

    Digitale Mittelformatkameras kommen fast ausschließlich im Profibereich zum Einsatz. Zum Beispiel in der Produktfotografie, Portraitfotografie oder der Landschafts- und Architekturfotografie. Mit dieser Kamerart können Sie qualitativ anspruchsvolle, hochauflösende und großformatige Abzüge erstellen. Sie besitzt den größten Sensor aller vorgestellten Kameratypen. Dieser hat typischerweise die Maße 48x36 mm. Die Mittelformatkameras sind ungefähr doppelt so schwer und ihre Objektive bedeutend größer als bei den Kleinbildkameras. Die aufwändige Technik merken Sie am Preis. Neue, digitale Mittelformatkameras beginnen bei etwa 5000 €- und das ohne Objektive! Diese Kameras sind daher für den Alltag eher ungeeignet. 

    Eine Kameradrohne macht beeindruckende Bilder. Diese Kameratypen gibt es sowohl professionell als auch für Amateure.© Unsplash

    Drohnenkameras und Quadrocopter mit Kameras

    Luftbilder sind etwas ganz Besonderes. Die Welt von oben ist und bleibt faszinierend. Die Einsatzmöglichkeiten der Drohnenfotografie beschränken sich dabei nicht nur auf statische Bilder, sondern ermöglichen auch beeindruckende Videoaufnahmen. Kameradrohnen werden in den letzten Jahren immer beliebter und erschwinglicher. In den kleinen Quadrocoptern befinden sich zum Teil hochauflösende Digitalkameras mit 4K, die spannende Luftaufnahmen ermöglichen. Diese Kameradrohnen besitzen dabei meist nur ein Weitwinkelobjektiv. Wenn Sie eine Drohne fliegen möchten, dann müssen Sie in Deutschland ein paar Dinge wie die Luftverkehrsordnung (LuftVO) und die Aufstiegserlaubnis beachten. Preislich gibt es die Drohnen im unteren Segment ab ca 100 €, die teuersten für professionelle Filmaufnahmen entsprechend im Bereich von mehreren zehntausenden Euros. Erfahren Sie mehr in unserem praktischen e-Book zum Thema Drohnenfotografie und Quadrocopter.

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    Fazit: Auf die Handhabung und den Einsatzbereich der Kameratypen kommt es an

    In der Praxis zeigt sich, dass die Handhabung Ihrer Kamera eine große Rolle spielt. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Kamera möglichst problemlos transportieren können, um sie im entscheidenden Moment dabei zu haben. Oder ob Sie immer bewusst zum Fotografieren aufbrechen und eine große und schwere Ausrüstung in Kauf nehmen. Versuchen Sie zu vermeiden, dass Sie die Kamera zuhause lassen, weil Sie der Transport stören würde. Auch ist es wichtig, was Sie nach dem Fotografieren mit Ihren Fotos machen möchten und wie hoch Ihr Anspruch an technische Perfektion ist. Als Einsteiger lohnt sich das umfangreiche Profi-Equipment meist nicht. Vor dem Kauf können Sie sich erst einmal mit einer gebrauchten Kamera herantasten oder mieten Sie sich eine Ausrüstung. 

    Die hochwertigsten Aufnahmen erreichen Sie nicht unbedingt mit einer teuren Spiegelreflexkamera. Ihre wichtigsten Werkzeuge als Fotograf sind Ihr Blick für das Motiv und die Faszination für die Fotografie!

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