Kurzprofil

Alex Burke verließ als 18-Jähriger seinen Heimatort, ein Bergdorf mit 5.000 Einwohnern und zog in eine Großstadt. „Erst als ich die Berge verließ, lernte ich die Natur und die Einsamkeit wirklich zu schätzen.“ Heute lebt der Autodidakt in Greeley, Colorado. Die Stadt ist auf den Great Plains mit Panoramablick auf die Rocky Mountains gelegen und der perfekte Ausgangsort für die oft wochenlangen Roadtrips des Fotografen. „Die Wildnis und die großartigen Gebirgszüge von Colorado sind ein Ort, an dem sich jeder in die Natur verlieben kann. Ich wage mich tief in die Wildnis, um die lebendigsten Sonnenauf- und -untergänge vom bestmöglichen Standort aus zu erleben. Mein Ziel ist es, die gesamte Erfahrung der Reise und die majestätische Landschaft in meinen Fotos zum Leben zu erwecken.“

Alex Burke vermittelt sein Wissen über Fotografie inzwischen in mehreren erfolgreichen E-Books und einem edukativen Blog. Im Interview erzählt er was ihn inspiriert und verrät auch einige technische Tipps.

Portrait of Alex Burke.

5 FRAGEN AN ALEX BURKE

Kannst du uns ein wenig darüber erzählen, wie du Fotograf geworden bist?

Ursprünglich wollte ich die Natur genießen und so oft wie möglich nach draußen gehen. Im Alter von 18 Jahren zog ich von einem Ort in den Bergen mit 5000 Einwohnern in eine Metropole mit 5 Millionen Einwohnern. Erst als ich die Berge verließ, lernte ich die Natur und die Einsamkeit wirklich zu schätzen. Der Versuch, neue und bessere Bilder zu kreieren, motivierte mich, die Welt zu erkunden und bei jeder Gelegenheit aus der Stadt herauszukommen. Von da an wurde diese Motivation zur wichtigsten Triebfeder in meinem Leben.

Wall showing Alex Burke´s art.

Foto: Alex Burke

Bitte erzähle etwas über deine Bilder. Was ist dein Schwerpunkt? Wie wählst du die Farben, die Komposition, die Themen usw. aus?

Es gibt zwei Hauptinteressen in meiner Fotografie: zum einen abgelegene Orte tief in der Wildnis, die nur unter großen körperlichen Anstrengungen zu erreichen sind, und zum anderen der Minimalismus und die Weite der Prärie. Bei der letztgenannten Landschaft füge ich von Menschenhand geschaffene Elemente in meine Bilder ein und verwende Kompositionen, die ziemlich konsistent und sehr zentrumslastig sind. Ich habe das Gefühl, dass diese Strukturen dadurch wirklich zum Leben erweckt werden und die karge Natur der Hochprärie zum Ausdruck kommt. Für diese Serie habe ich mich für einen der am wenigsten gesättigten Kodak-Filme (Portra 160) entschieden, allerdings zur farbenprächtigsten Tageszeit, wenn der Himmel in den Farben des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs erleuchtet ist. Diese Farbpalette passt meiner Meinung nach gut zu diesen Landschaften.

Wall showing Alex Burke´s art.

Foto: Alex Burke

Woher kommt dieses Interesse?

Das Leben am Rande der Great Plains hat eine enge Verbindung zu dieser Landschaft geschaffen, die mir sehr am Herzen liegt. Die Einsamkeit, die endlosen Horizonte und der dramatische Himmel bedeuten mir sehr viel. Die Motivation, diese Bilder aufzunehmen, wurde noch verstärkt, als ich sah, wie die moderne Zivilisation von den Städten aus vordrang und diese alten Prärie-Relikte dem Abriss oder der Zerstörung überließ. Die Zeit wird knapp, die Plains auf diese Weise zu sehen.

Wall showing Alex Burke´s art.

Foto: Alex Burke

Wie lässt du dich inspirieren? Und was inspiriert dich am meisten? Filme, Bücher oder Zeitschriften? Oder das, was dich umgibt?

Meine Umgebung und meine Reisen inspirieren mich am meisten. Diese Bilder scheinen aus den Landschaften, die ich bereise und erkunde, wie von selbst zu entstehen.

Was sind deine Pläne für den Rest des Tages?

Ich werde meine zweite Tasse Kaffee trinken und anschließend Filme scannen und Fahrrad fahren, sobald das Wetter wieder besser wird.

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