WhiteWall, Partner von Circulation(s)

Eine mit Spannung erwartete 12. Ausgabe

Mit seiner anspruchsvollen Auswahl und seinem wagemutigen Programm hat sich das vom Kollektiv Fetart organisierte Circulation(s) als eines der wichtigsten Ereignisse der Fotografieszene in Europa etabliert. Circulation(s) ist eine Mischung aus Ausstellungen, Workshops, Portfolio-Lesungen und Künstlergesprächen an einem angesagten Ort der Kunst im Herzen von Paris und bietet ein vielfältiges, innovatives und qualitativ hochwertiges Programm für alle Fotografiebegeisterten und nicht nur diese. Das künstlerische Komitee von Circulation(s), das aus 10 professionellen Kuratorinnen besteht, ist darauf erpicht, junge Talente zu entdecken und neue Tendenzen aufzuzeigen. Jedes Jahr erhält das Komitee nach einer Ausschreibung über 1000 Bewerbungen von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Arbeiten präsentieren möchten. Während des Festivals am 9.4.2022 findet zwischen Clara Chalou, Kuratorin der Ausstellung, und einem WhiteWall-Experten eine Diskussion rund um die Entstehung einer Ausstellung statt (Teilnahme nach Anmeldung).

Alle Informationen finden Sie im Programm von Circulation(s).

Circulation(s) - Festival für junge europäische Fotografie

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Armenien im Fokus von Circulation(s)

Jedes Jahr stellt das Festival ein Land durch seine aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler in den Mittelpunkt. Für die Ausgabe 2022 ist es Armenien, das von vier jungen Künstlerinnen und Künstlern vertreten wird. In diesem Land ist es besonders schwierig, von der Fotografie zu leben, die aber dennoch ein wichtiges Medium ist, um die Gegenwart und die Vergangenheit zu dokumentieren.

Dieses kleine europäische Land, das zwischen der Türkei im Westen und Aserbaidschan im Osten „eingeschlossen” ist – wie es Vaghinak Ghazaryan, einer der ausgestellten Fotografen, beschreibt –, hat im Laufe seiner Geschichte mehrmals dramatische Ereignisse erlebt. Dramen, insbesondere der Krieg in Bergkarabach, von denen zwei Fotoserien im Fokus zeugen. Die eine, „Confused Space”, zeigt eine Dokumentation über die Spuren, die der Krieg und die Trauer der Familien hinterlassen haben, die der Fotograf während seiner Arbeit über viele Monate hinweg begleitet hat. Auch Areg Balayan beleuchtet das Leid und die Verluste, die der Krieg verursacht, aber, wie der Titel der Serie schon sagt, der Fotograf sucht immer das Licht in dem, was am dramatischsten ist. Schließlich sind noch zwei weitere Serien zu sehen, die eine persönlichere Perspektive einnehmen und gleichzeitig die Fragen und Probleme der armenischen Gesellschaft in der heutigen Zeit widerspiegeln: Karén Khachaturovs farbenfrohe Serie „Self-destruction” über Depressionen und Sona Mnatsakanyans Serie „Notes from Vanazdor”, in der sie verschiedene Menschen in einer vernachlässigten armenischen Stadt in einer Reihe von Notizen und Fotos porträtiert.

Karén Khachaturov, Self Destruction

Karen Khachaturov ist ein armenischer Fotograf und Filmemacher, der 1992 geboren wurde. Durch eine surrealistische und hochdramatische Ästhetik schafft er manchmal unverständliche Szenen, die die Absurdität der Welt veranschaulichen sollen. Seine Arbeiten wurden in Armenien und international ausgestellt (Tiflis, Tel Aviv, Peking, Shenzhen, Toronto, Sydney, New York).

Vaghinak Ghazaryan, Confused space

Vaghinak Ghazaryan wurde 1974 in Jerewan, Armenien, geboren. Er studierte an der Akademie für Fernsehen und Radio und wurde später in den Nationalen Verband der Kunstkritiker (AICA Armenia) aufgenommen. Sein Foto „Ruhender Soldat” erhielt den dritten Preis bei „Aktuelle Themen” in der Kategorie „Einzelfotos” des Fotowettbewerbs World Press 2021 und den dritten Platz ebenfalls in der Kategorie „Einzelfotos” des LensCulture-Fotopreises „Home 21”.

Areg Balayan, A la recherche de la lumière perdue

Areg Balayan wurde 1980 in Jerewan, Armenien, geboren und studierte Grafik am Igityan Institute of Arts. Er begann seine Karriere als freiberuflicher Fotograf 2005, nachdem er zwei Jahre lang in der Armee gedient hatte. Als Leiter des Büros PAN Photo in Bergkarabach arbeitet er regelmäßig mit internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen, UNIDO oder dem YMCA zusammen. Im Jahr 2020 dokumentierte Areg Balayan den Konflikt in der Region Tavush und den 44-tägigen Krieg in Bergkarabach.

Sona Mnatsakanyan, Notes from Vanadzor

Sona Mnatsakanyan wurde 1999 in Jerewan, Armenien, geboren. Nach dem Studium der Filmregie am Staatlichen Institut für Theater und Kinematografie in Jerewan von 2016 bis 2019 absolviert sie nun ein Online-Fotografieprogramm an der Fotografiska in St. Petersburg. Sie hat in den Bereichen Fotografie und Filmkunst gearbeitet. Sie erhielt unter anderem 2019 den Preis der Boghossian Foundation im Libanon in der Kategorie „Kunst”.

Von WhiteWall produzierte Fotos der Ausstellung

Als Partner des Festivals Circulation(s) hat WhiteWall alle Werke der Ausstellung produziert, die der armenischen Kunstszene gewidmet ist.

Das Bild rechts zeigt die Herstellung des Rahmens (Schattenfugen-Rahmen) in unserem Atelier für eine Fotografie von Areg Balayan, die auf Alu Dibond kaschiert wurde.

„Self-destruction” auf Hahnemühle Papier

Die Serie „Self-destruction” von Karén Khachaturov wurde größtenteils auf Fine Art-Papier Hahnemühle Photo Rag gedruckt, da dieses Papier die Pastelltöne der Fotografien ideal zur Geltung bringt. Neben jedem Foto wurden vom Künstler selbst verfasste Notizen hinzugefügt.

„Confused Space” hinter Acrylglas matt

Die Fotografien aus der Serie „Confused Space”, die die Spuren des Krieges nachzeichnen, wurden auf Fuji Crystal DP II-Papier abgezogen, dann hinter Acrylglas in matt kaschiert und schließlich mit einem Holzrahmen aus Eiche schwarz gerahmt. Die Tiefe des matten Acrylglases hebt die Tiefe der Fotografien ideal hervor. Der dunkle Rahmen betont zudem die Intensität dieser Aussage.

„Notes from Vanazdor” auf Alu-Dibond

„Notes from Vanadzor” ist eine Serie, die Fotos, Collagen und Notizen miteinander verbindet. Diese Serie wurde größtenteils auf Fotopapier abgezogen und anschließend auf Alu-Dibond kaschiert. Die drei Fotografien, die die Notizbücher der Protagonisten illustrieren, wurden hinter Acrylglas matt kaschiert und anschließend mit einer Slimline-Einfassung in Gold gerahmt.

"A la recherche de la lumière" perdue auf Alu Dibond

Die Fotografien der Serie „A la recherche de la lumière perdue” wurden ebenfalls auf Fotopapier abgezogen, dann auf Alu-Dibond matt kaschiert und werden schließlich mit einem Schattenfugen-Rahmen präsentiert.

Festival Circulation(s) 2022

Interview mit den Kuratorinnen der Ausstellung

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