Bold, bright, playful.
Im Interview erzählt Ella Mettler, warum es für sie so wichtig ist, immer wieder neue Stilrichtungen auszuprobieren, was sie inspiriert und welche Bedeutung die gedruckte Präsentation ihrer Fotografien für sie hat.
Ella Mettler über Farbe, Inspiration und kreative Freiheit
Du bist seit deinem 16. Lebensjahr selbstständig. Was hat dich damals dazu gebracht, diesen Weg so früh einzuschlagen?
Für mich gab es nie den einen Moment, an dem ich entschieden habe, Fotografin zu werden. Es war eher ein natürlicher Weg. Seit ich drei Jahre alt bin und meine erste Kamera bekommen habe, hat mich das Fotografieren begleitet und begeistert. Als sich mit 16 die Möglichkeit ergab, daraus einen Beruf zu machen, hat es sich einfach richtig angefühlt. Ich war neugierig, wollte kreativ arbeiten und mir etwas Eigenes aufbauen. Besonders inspiriert hat mich von Anfang an die Möglichkeit, mit so vielen unterschiedlichen und tollen Menschen zusammenzuarbeiten. Genau diese Begegnungen und die Geschichten hinter den Menschen sind bis heute einer der schönsten Teile meines Berufs.
Deine Arbeiten haben eine sehr eigene visuelle Handschrift. Wie würdest du deinen Stil in drei Worten beschreiben?
Lebendig, farbenfroh und verspielt.
Gleichzeitig liebe ich es, immer wieder neue Stilrichtungen auszuprobieren und mich fotografisch weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass man nie auslernt und gerade das Experimentieren meine Kreativität am Leben hält. Elemente wie kräftige Farben oder Direct Flash finden sich immer wieder in meiner Arbeit – gleichzeitig liebe ich es, meinen Stil je nach Projekt neu zu interpretieren und weiterzuentwickeln.

Nemo – Foto: Ella Mettler
Farbe spielt eine große Rolle in deiner Arbeit. Wie bewusst planst du Farbwelten oder entsteht das eher intuitiv?
Beides. Ich plane Farben sehr bewusst, weil sie unglaublich viel Stimmung transportieren. Gleichzeitig lasse ich aber immer Raum für Intuition. Farbwelten entstehen bei mir oft ganz natürlich und orientieren sich an meinem persönlichen Geschmack oder an der Geschichte, die ich erzählen möchte. Wenn ich zusätzlich zur Fotografie die Creative Direction übernehme – vom Styling bis zur Location – greife ich häufig zu kräftigen, fröhlichen Farben oder suche gezielt nach besonderen farbigen Elementen.
Gleichzeitig bin ich überhaupt nicht darauf festgelegt. Ich finde auch reduzierte Bildwelten oder Schwarz-Weiß-Fotografie unglaublich spannend. Farbe ist für mich kein dekoratives Element und auch kein Muss, sondern ein bewusstes Gestaltungsmittel, das ich einsetze, wenn es die Geschichte, die Stimmung oder die Marke am besten unterstützt. Oft entstehen die stärksten Bilder genau dann, wenn ich mich traue, vom ursprünglichen Plan abzuweichen.

Stefanie Giesinger – Foto: Ella Mettler | Acrylglas lässt das Motiv besonders ausdrucksstark wirken. Eine schwarze ArtBox aus Aluminium setzt dazu einen klaren Kontrast und verleiht dem Bild mit ihrer 75 mm Rahmentiefe eine beeindruckende räumliche Präsenz.
Was inspiriert dich am meisten beim Fotografieren? Ist es die Umgebung, Menschen, Bücher, Filme oder einfach das, was dir im Alltag begegnet?
Eigentlich von allem. Genau das liebe ich an der Fotografie – Inspiration ist für mich überall. Sie kann aus Filmen, Musik oder Kunst entstehen, aber genauso aus Begegnungen mit Menschen, einer Reise, einer Landschaft, einem Restaurant, einem Duft oder einem ganz alltäglichen Moment.
Alles, was ich erlebe, sehe oder fühle, kann irgendwann zu einer Bildidee werden.

Khrystyana – Foto: Ella Mettler
Was macht für dich eine starke visuelle Story aus, gerade in einer Welt, die von Content überflutet ist?
Eine starke Geschichte bleibt hängen, weil sie etwas fühlen lässt.
Gibt es eine Geschichte hinter einem Foto, das dir bis heute im Gedächtnis geblieben ist?
Ehrlich gesagt gibt es nicht das eine Bild. Ich durfte in den letzten Jahren so viele wunderbare Menschen kennenlernen und einzigartige Momente festhalten, dass hinter unglaublich vielen meiner Bilder eine Geschichte steckt. Genau das macht die Fotografie für mich so besonders.

Bill Kaulitz – Foto: Ella Mettler
Du hast dir gerade ein eigenes Studio aufgebaut. Was bedeutet dieser Schritt für deine Arbeit?
Mein eigenes Studio bedeutet für mich unglaublich viel. Es ist ein Ort, den ich ganz nach meinen Bedürfnissen gestalten konnte – für kreative Sessions, Shootings, Meetings und den Austausch mit anderen. Gleichzeitig ist es ein Raum, den ich gerne mit anderen Kreativen teile und an dem Menschen zusammenkommen können. Für mich war das ein unglaublich wichtiger Schritt, und ich bin sehr dankbar, diesen Traum verwirklicht zu haben.
Du planst, deine Arbeiten, gedruckt von WhiteWall, großformatig in deinem Studio zu präsentieren. Worauf achtest du bei der Auswahl von Formaten, Materialien und Rahmen für deine Bilder?
Mir war vor allem wichtig, ein Bild auszuwählen, das mich auch langfristig glücklich macht und das ich jeden Tag gerne anschaue. Ich habe mich für ein Foto entschieden, das ich in Los Angeles mit Jake Flemming vor einem 7-Eleven aufgenommen habe.
Bei der Präsentation mag ich es gerne schlicht und zeitlos. Deshalb habe ich mich für einen super großen weißen Rahmen entschieden, weil er meine Arbeiten am besten ergänzt und den Fokus ganz auf das Bild legt.

Jake Flemming – Foto: Ella Mettler | Der Schattenfugenrahmen Basel lässt das Motiv optisch schweben. In Kombination mit dem glänzenden Fotoabzug auf Alu-Dibond kommen die starken Farben optimal zur Geltung.
Welche Rolle spielt für dich das physische Medium, also das gedruckte Bild, im Zeitalter der digitalen Fotografie?
Eine sehr große. Auf einem Bildschirm konsumieren wir Bilder oft nur für wenige Sekunden. Ein Print zwingt einen fast dazu, langsamer zu schauen. Gedruckt bekommt ein Foto für mich noch mehr Gewicht. Es wird greifbar und bekommt einen festen Platz.
Wie war deine Erfahrung mit WhiteWall? Was hat dich an der Qualität oder am Prozess besonders überzeugt?
Mich hat vor allem die Konstanz überzeugt. Gerade bei farbintensiven Bildern ist es enorm wichtig, dass Farben, Kontraste und Details exakt wiedergegeben werden. Gleichzeitig verlief der gesamte Bestellprozess unkompliziert und professionell. Wenn man viel Wert auf die Präsentation seiner Arbeiten legt, ist diese Verlässlichkeit extrem wichtig.

Riley Rodriguez – Foto: Ella Mettler | Ein weißes Passepartout gibt dem Motiv Raum, während der Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Silk Baryta X Details und Farbnuancen hervorhebt. Im Magnet-Wechselrahmen lässt sich das Motiv zudem unkompliziert austauschen.
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Ella Mettler
Ella Mettler ist Fotografin, Creative Directorin und der kreative Kopf hinter ella studios in Zürich. Seit ihrem 16. Lebensjahr selbstständig, hat sie zwischen der Schweiz, New York und Los Angeles ihre unverwechselbare fotografische Handschrift entwickelt. Mit ella studios geht sie noch einen Schritt weiter: Neben der Fotografie übernimmt sie die Creative Direction und entwickelt ganzheitliche visuelle Konzepte – von Kampagnen und Shootings bis hin zur Gestaltung von Brand Identities und Stories, die authentisch wirken und visuell prägen.

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